Ehrendes Gedenken:

Die Opfer des 17. Juni dürfen nicht vergessen werden!

Weimar (MW/haw) - Am vergangenen Sonntag hatte die Weimarer CDU traditionell zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des 17. Juni 1953 aufgerufen. Vor der Gedenktafel an der ehemaligen Polizeiinspektion in der Carl-von-Ossietzky-Straße wurden Blumen und Gebinde niedergelegt. Redner erinnerte an die Ereignisse vor 59 Jahren. „Damals sind Menschen für ihre Freiheit auf die Straße gegangen und haben ihre Meinung frei geäußert. Was uns heute selbstverständlich ist, mussten viele dieser Menschen mit harten Gefängnisstrafen oder sogar mit ihrem Leben bezahlen“, so Marco Weiß, Mitglied des Kreisvorstandes.

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Helmut Gruner (l., 90) und Heinz-Jürgen Kronberg, Vorsitzender der Weimarer MIT, legten an der Gedenktafel ein Gebinde nieder. 

© Foto: haw

Auch um Weimar machten damals die Ereignisse keinen Bogen. Es gab Verhaftungen, Prozesse und Verurteilungen, Erschießungen…  Weiß appellierte an die Bürger der Stadt, dies stets in lebendiger Erinnerung zu behalten.

An der ehemaligen Polizeiinspektion hängt heute eine Gedenktafel. Sie erinnert an Alfred Diener, Er wurde in Weimar standrechtlich erschossen. Dies nahm Dorlies Zielsdorf, amtierende Kreisvorsitzende der CDU Weimar, zum Anlass, um die Forderung nach einem würdigen Denkmal an dieser Stelle zu erneuern: „Es ist endlich an der Zeit, hier einen würdigen Ort für das Gedenken und Erinnern zu schaffen. Die CDU bleibt bei ihrer Forderung nach einem Denkmal für die Opfer des 17. Juni 1953 in Weimar."

Heinz-Jürgen Kronberg, Vorsitzender der Weimarer MIT, legte gemeinsam mit Helmut Gruner (90) an der Gedenktafel ein Gebinde nieder. Helmut Gruner, der als junger Mann selbst am 17. Juni 1953 im damaligen  Mähdrescherwerk in Weimar verhaftet und zum Prozess nach Erfurt gebracht wurde, erzählte von den damaligen Tagen. 

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