Erfurt (westend) - In Erfurt trafen sich kürzlich etwa 70 Nahverkehrs-Experten aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammengekommen. Gemeinsam mit Energieversorgern, Busherstellern und dem TÜV Thüringen e.V. berieten sie über aktuelle Möglichkeiten, Busse mit Erdgas zu betreiben und dabei Kohlendioxid-Ausstoß und Betriebskosten zu senken. Eingeladen hatten der Mitteldeutsche Omnibusverband e.V. (MDO) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) gemeinsam mit dem Initiativkreis Thüringen „Das Erdgasfahrzeug“. Mit dieser Kooperation wollen die Veranstalter Impulse zur weiteren Verbreitung von Erdgas im Busbetrieb geben.
Während der TÜV neue, zeitsparende Prüfverfahren für Erdgasanlagen präsentierte, zeigten Experten von erdgas mobil Berlin die Einsparmöglichkeiten der neuen Erdgas-Busse auf. Abgerundet wurde das Programm durch neue Konzepte zum Tankstellen-Betrieb und Praxisberichte aus Busunternehmen, die bereits mit Erdgas unterwegs sind.
Erdgas wird schon seit Längerem im Busbetrieb als alternativer Kraftstoff eingesetzt. Mit den Erfahrungen aus der ersten Generation bringen die Hersteller heute leistungsstarke Fahrzeuge mit niedrigem Kraftstoffverbrauch auf die Straße. „Diese Busse stoßen gegenüber herkömmlichen Diesel-Bussen nahezu keine Schadstoffe aus, erfüllen praktisch heute schon die Euro-6-Norm und punkten beim Betrieb mit Bio-Erdgas durch bis zu 97 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß", so Mark Poltermann, Vorstandsvorsitzender des Initiativkreises Thüringen.
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