Römhilds "Floriansjünger" waren vom neuen Feuerwehrdepot begeistert

Neues Domizil für Römhilds Feuerwehr

Römhild (wotan) - Am 19.11.2010 übergab Landrat Thomas Müller an Bürgermeister Klaus Theilig bei der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses feierlich einen Scheck über 135.350,- Euro.

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Schmucke Außenansicht des neuen Gerätehauses © wotan

In letzter Minute waren die Außenanlagen des neuen Feuerwehrgerätehauses Römhild fertig geworden und so stand der feierlichen Eröffnung am 19.11.2010 um 14.00 Uhr nichts  mehr im Wege. Erwartungsvolle „Floriansjünger“ in ihren blauen Uniformen hatten sich schon vorher versammelt und standen in Gruppen vor dem neuen Objekt. Die Halle, in der später Löschfahrzeuge auf ihren Einsatz warten werden, war feierlich geschmückt. Bürgermeister Klaus Theilig hatte sein handgeschnitztes Rednerpult aus dem Rathaus zur Verfügung gestellt und neben der Fahne der Stadt Römhild war die der Feuerwehr angebracht, welche auf das Gründungsjahr 1855 verwies. Unter den Ehrengästen befanden sich neben Landrat Thomas Müller ein Vertreter der Feuerwehr des Landes Thüringen sowie der Bürgermeister der fränkischen Partnerstadt Bad Königshofen. Als erster Festredner ergriff Bürgermeister Theilig das Wort. Mehrere Jahre war an der Vorbereitung des Projektes gearbeitet worden, der alte Bauhof musste abgerissen und konterminiertes Erdreich abgetragen werden, was Kosten von 118.000,- Euro bedeutete. Das Feuerwehrdepot sei von großer Bedeutung für die regionale Infrastruktur, die größte Investition der Stadt Römhild. Das neue Depot ermögliche das Abstellen von sieben Löschfahrzeugen. Bei der ersten Bauberatung am 11.03.2009 wurde ein zügiger Bauablauf beschlossen. Die Planung bezog den Alarmfall ein, es sind getrennte Zu- und Ausfahrten festgelegt und die Straße aufgeweitet worden. Man habe sich auch andere Objekte angesehen, um die beste Variante zu finden. Vom Führungsraum könne die Einsatzleitung das gesamte Objekt überblicken und habe „alles in Griff.“ Der Dank des Bürgermeisters galt Frau Baumann und ihrem Planungsbüro, welche es geschafft haben, mit der geplanten Investitionssumme von 1.164.000, Euro exakt auszukommen, die Abweichung betrage lediglich ein paar Hundert Euro. Der Bürgermeister dankte dem Freistaat Thüringen, der 537.000,- Euro bereitstellte, dem Landkreis für 250.000,- Euro und den Stadträten von Römhild für die Bewilligung von 377.000,- Euro. Mit allen Nebenkosten habe die Stadt Römhild etwa 500.000,- Euro investiert. Weiterhin bedankte sich der Bürgermeister bei den Baufirmen, die bis auf zwei Ausnahmen alle aus der Region stammten. Die Malerarbeiten verrichteten die Kameraden der Feuerwehr und sparten so 10.000,- Euro ein. Landrat Thomas Müller betonte, mit diesem siebten Feuerwehrdepot sei die letzte Lücke im Stützpunktsystem der Feuerwehren des Landkreises geschlossen worden. Der Landkreis Hildburghausen habe zwar nur 68.000 Einwohner, sei aber 937 Quadratkilometer groß, was sieben Stützpunkte erfordere, um die Ausrückzeiten gering zu halten. Die Aufgaben der Feuerwehr seien vielfältiger geworden, zum Brandschutz kam der Katastrophenschutz hinzu und es gebe kaum Störungen, bei denen die Feuerwehr nicht zum Einsatz komme. Man könne auch nicht hoch genug den Einsatz der freiwilligen Kameraden loben, denn Berufsfeuerwehren wären nicht bezahlbar.

Bild anzeigen Landrat Müller übergibt den Scheck © wotan

Symbolisch überreichte Landrat Thomas Müller an Bürgermeister Klaus Theilig einen Scheck über 135.350,- Euro, die letzte Rate des Landkreises. Der Vertreter des Freistaates informierte, dass nun alle Feuerwehrstützpunkte des Landes neu- oder umgebaut wären. Der Brand- und Katastrophenschutz sei im ganzen Land auf ehrenamtlicher Basis organisiert und somit bezahlbar. Er wünschte den Kameraden, immer gesund von den Einsätzen zurückzukommen und überreichte einen „Florian“ – den Schutzpatron der Feuerwehrleute. Frau Baumann verwies in ihrer Begrüßungsrede darauf, dass Feuerwehrmänner ein „inneres Feuer“ hätten, hinrennen, wenn andere weglaufen. Frau Hübner vom Citroen-Autohaus Hübner fuhr mit Blaulicht das neue Einsatzleitfahrzeug, einen Citroen-Jumper mit dem amtlichen Kennzeichen HBN-FW 11, in die Halle und übergab noch einen Scheck über 200,- Euro für die Feuerwehr. Pfarrer Thomas Perlig segnete das Haus und die Fahrzeuge. Als Kind habe er schon mit einem kleinen Feuerwehrauto gespielt. Scherzhaft zitierte er den Spruch „Heiliger Florian, verschon` mein Haus, zünd` die anderen an.“ Wehrleiter Thomas Eppler dankte dem Land, dem Landkreis und der Stadt Römhild für das moderne Einsatzobjekt. Die Feuerwehr sei in Planung und Bau immer einbezogen gewesen, konnte Wünsche äußern und Vorschläge unterbreiten. Mit den Malerarbeiten in Eigenleistung hätten die Kameraden ihr „Herzblut“ eingebracht. Der Bürgermeister der Partnerstadt überbrachte ebenfalls Grußworte und ein Geschenk.

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