Milz (HH) - Trotz mehrerer Regenschauer herrschte am Sonntag durchgehend Besucherandrang auf dem großflächigen Gelände des südthüringer Agrarbetriebes.
"So sind wir Bauern: Erst jammern wir über die lange Trockenheit und nun wünschen wir uns wieder die Sonne herbei", sagte Albert Seifert, von Anfang an Vorstandsvorsitzender der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Er sei aber zuversichtlich, dass der Schaden des regenarmen Frühjahrs jetzt größtenteils kompensiert werde. So konnten die Milzer auch sorgenfrei feiern. Mit Blasmusik der Dorfkapelle, Hausmannskost, Aufführungen von Karnevalsverein, Feuerwehr und Kindergarten, mit Schleppertreff, Spiel und Bastelstraßen, Kutsch- und Traktorenfahrten gestalteten viele Einwohner das Hoffest mit. Wer wollte, konnte seine Heimat aus einem Hubschrauber von oben anschauen. Größtes Interesse aber galt den Stallungen und der Technik, denn der Betrieb hatte sich aus der hiesigen LPG 1990 nach dem Ende der DDR entwickelt. Viele Milzer sind Mitarbeiter, Gesellschafter oder Verpächter und wollten nun sehen, wie sich ihre Genossenschaft entwickelt hat. Es sei zwar kein leichter Weg gewesen, so der Agrar-Chef, aber letztlich erfolgreich. Damals waren 188 Leute beschäftigt, heute sind es noch 28. Die Produktivität sei teilweise um das Vierfache gestiegen. Mit der Biogasanlage gehörte man 2001 sogar zu den Vorreitern in Thüringen.
Albert Seifert, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Milz, zum 6. Hoffest
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