Bad Colberg (wotan) - Am 07. November 2011 fand in der Sprudelhalle der Rehabilitationsklinik Bad Colberg GmbH der zweite Tourismustag im Rodachtal statt, bei dem ein Gedankenaustausch zwischen Touristikern, Politikern, ehrenamtlichen Engagierten und Bürgern geführt wurde.
Das Tourismusmanagement Rodachtal hat auf dem zweiten Tourismustag Aspekte der Servicementalität, Kundenzufriedenheit und Qualitätsbewusstsein als Schwerpunkte ausgewählt und mit dem Fachreferenten Alexander Mayrhofer, einen erfahrenen Praktiker eingeladen. Weiterhin präsentierten sich das zukünftige Deutsche Burgenmuseum, das Hofcafe Mohnbiene und die Kulturveranstalter Elsa 47.
Die Bürgermeisterin von Bad Colberg-Heldburg, Frau Anita Schwarz hob eingangs ihrer Begrüßungsrede das Alleinstellungsmerkmal der Veste Heldburg und die Bedeutung der Kurstandorte Bad Colberg und Bad Rodach für den Tourismus hervor. Man sei noch nicht am Ziel, eine der ersten Adressen im Tourismus zu werden. Es komme darauf an, Netzwerke zu bilden und stabilere Marketingkonzepte umzusetzen. Ein wichtiger Schritt wäre der Hotelneubau in Einöd und die Wiedereröffnung des Heldburger Schützenhauses. Im gesamten Rodachtal gehe es darum, die Qualität im Servicebereich zu steigern, das Preis-Leistungsverhältnis zu verbessern, die Freundlichkeit zu erhöhen und Identität mit der Region zu leben.
Hendrik Dressel von der Initiative Rodachtal e. V. betonte die Bedeutung der Außenstationen des Zweiländermuseums Rodachtal und des Ausbaus der Radwege sowie des zukünftigen Deutschen Burgenmuseums auf der Veste Heldburg. Während diese Projekte Geld kosten, koste uns der freundliche Umgang mit den Gästen nichts. Touristen seien sehr anspruchsvoll, es reiche nicht, diese zufriedenzustellen, man müsse sie begeistern.
Frau Christin Keller von der Initiative Rodachtal e. V. verwies darauf, dass sich die Geschäftsstelle Ummerstadt gut eingearbeitet habe, ein Online-Kalender gestaltet wurde, ein Reiseblog in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Coburg entwickelt und ein Pilgerweg Vierzehnheiligen im Mai 2011 eröffnet worden sei. Das Wanderwegenetz werde erweitert, ein Caravan-Stellplatz in Westhausen eingerichtet, die Radwegebeschilderung ergänzt, ein zentraler Fahrradverleih geschaffen und mit einem Fahrradscheckheft der Service verbessert.
Alexander Mayrhofer begann seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass bei Banken etwa zwei Drittel Freundlichkeit und nur ein Drittel professionelle Beratung von den Kunden gewünscht würden. Das Servicepersonal müsse selbst gut drauf sein, um gute Leistungen zu bringen. Die Mitarbeiter sollten über die Ziele informiert sein und bei Reklamationen Handlungsspielraum für Rabatte haben.
Frau Jöchner vom Hofcafe Mohnbiene aus Gemünda stellte ihre Kombination von Bauernhof, Regionalladen und Cafe vor und gab einen Überblick über ihre Marketingstrategie.
Hans-Heinrich Häffner wies auf die Notwendigkeit hin, die Veste Heldburg als zukünftige Heimstätte des Deutschen Burgenmuseums noch bekannter und interessanter zu machen. Heldburg werde die Mitte der deutschen Burgenstraße, die von Mannheim bis Prag reiche. Mit seinen zwölf Burgen müsse Thüringen zum Burgenland entwickelt werden.
Frau Nele Grams machte ihr Kulturprojekt Elsa 47 bekannt. In der anschließenden Diskussion gab es einen regen Erfahrungsaustausch.
Noch keine Kommentare vorhanden