Erfurt (Redaktionspraktikant Olli) - Entspannte Schwimmbadbesuche und ausgiebige Sonnenbäder sind in diesem „Sommer“ eher die Ausnahme. Dass gerade Ferienzeit ist, davon merkt man in den örtlichen Badeanstalten kaum etwas. Nur wenige Menschen zieht es bei diesen nicht gerade sommerlichen Temperaturen ins kühle Nass; sie ziehen einsam ihre Bahnen und die Liegeflächen sind nur noch Dekoration. Was machen also die Bademeister, wenn keiner badet?
Trotz der dicken Wolken am Himmel und den damit einhergehenden fehlenden Badegästen, haben die Bademeister immernoch alle Hände voll zu tun. Da werden Abflüsse gereinigt, Überlaufrinnen geschrubbt und Beckenränder geputzt. Ebenso wird die Schwimmbadtechnologie inspiziert: Pumpen werden geprüft, Messinstrumente begutachtet und Chlor- sowie pH-Werte ermittelt.
Man mäht den Rasen und fegt was das Zeug hält. Den überhängenden Ästen und Zweigen von Bäumen wird mit der Heckenschere zu Leibe gerückt. Ob es regnet oder stürmt, ist den Lifeguards dabei vollkommen egal. Auch im Regenponcho geben sie bei Saubermach- und Anlagenpflegearbeiten eine gute Figur ab.
Lediglich bei Gewittern müssen die Bademeister die äußeren Anlagen räumen und können sich nicht ihren vielfältigen Tätigkeiten widmen. Dann können sie nur halleninterne Aufgaben erledigen. Aber auch diese beschäftigen die Bademeister; so dürfen sie sich neben der Beobachtung (und im Notfall auch Rettung) der „Abgehärteten“ auch noch um die Elektrotechnik kümmern.
Doch auch wenn die Bademeister immer eine sinnvolle Beschäftigung finden, ist ihnen ein volles Becken wesentlich lieber. Dann können sie sich wieder auf ihren Bademeisterstuhl begeben und, mit Pfeife, Megafon und Fernglas bewaffnet, Gefahrprevention betreiben. Bleibt zu hoffen, dass aus dem "Sommer" doch noch ein richtiger Sommer wird, mit langen Schlangen an der Schwimmbadkasse, vollen Umkleidekabinen und vor allem Sonne.
Noch keine Kommentare vorhanden