Erfurt (co) – Boxabend in der Erfurter Messehalle. Marco Huck ist zur Titelverteidigung im Cruisergewicht gegen den Briten Ola Afolabi angetreten. Es war auch das Aufeinandertreffen der beiden Trainerlegenden und langjährigen Weggefährten Fritz Sdunek und Ulli Wegner.
Bis in die zweite Hälfte des Kampfes hinein war Ulli Wegner höchst unzufrieden mit seinem Schützling. Huck boxte zu einfallslos und zu passiv. Insbesondere in den ersten Runden waren seine Angriffsaktionen zu ungestüm. Es fehlte eine klare boxerische Linie.
Fritz Sduneks Schützling, Ola Afolabi, als Brillenträger ohne Linsen boxend, war der Aktivere, konnte aber auch keine klaren Treffer setzen. In Gefahr geriet er das ein oder andere Mal bei Hucks explosiven, allerdings zu seltenen und zu unkontrollierten Attacken.
Am Ende der neunten Runde rettete Afolabi dann allerdings nur der Gong vor einem möglichen k.o. nach einem Abgriffshagel von Huck.
Laut Ringexperte Henry Maske begann Afolabi ab Runde sechs stärker als erwartet konditionell nachzulassen, was auch dazu führte, dass Huck das letzte Kampfdrittel dominieren konnte. Ab Runde elf waren auch bei Marco Huck die Strapazen des Kampfes deutlich zu sehen.
Die zwölfte Runde bot noch einmal ein großes Spektakel, da beide Kämpfer mit letzter Kraft, aber großem Willen und Herz den Kampf für sich entscheiden wollten. Am Ende war Ulli Wegner dann doch recht zufrieden mit der Leistung von Marco Huck. Er gewann nach Punkten, allerdings war das Urteil zweier Punktrichter Unentschieden und nur einer wertete den Kampf 115 : 113 – ein denkbar knappes Ergebnis. Beide Boxer gratulierten sich fair zu einer guten sportlichen Leistung.
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