Entscheidung über Ehrenpräsidentschaft von Günther Grass

P.E.N. Jahrestagung in Rudolstadt

Rudolstadt (cb) - Das P.E.N. - Zentrum Deutschland, Teil der größten weltweit tätigen Schriftstellervereinigung P.E.N. International, ist am Donnerstag Abend in Rudolstadt eingetroffen, um noch bis zum 13. Mai seine Jahrestagung abzuhalten.
Christoph Matschie, der thüringische Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, hat dafür die Schirmherrschaft übernommen.
Die weltweit agierende Organisation bietet verfolgten Schriftstellern und Journalisten ihre Hilfe an. Die Abkürzung P.E.N. steht für „Poets, Essayists, Novalists“ und wurde 1921 in England gegründet.

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Günther Grass (links) im Jahr 1979 in Paris

© Foto: AFP

Am Donnerstag Abend hat der deutsche Schriftstellerclub auf der Heidecksburg seine dreitägige Jahrestagung begonnen. 130 Autoren aus Deutschland und Österreich, tagen unter dem Motto „Stets ist die Sprache kecker als die Tat“ (Friedrich Schiller). Die Schriftsteller werden sich zu aktuellen Ereignissen in der Welt äußern, dazu gehört unter anderem die Krieg in Syrien und Ländern, in denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. Sie werden an Schriftsteller im Exil erinnern und sich dem inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo widmen.
Außerdem will der Schriftstellerclub ihre toten Mitglieder ehren. So wird unter anderem das Schaffen des im August 2011 verstorbenen Humoristen Vicco von Bülow gewürdigt werden.

Mit Spannung wird die Entscheidung erwartet, ob dem Schriftsteller Günther Grass tatsächlich seinen Ehrenpräsidentschaft aberkannt wird. Auch dieses Thema wird Gegenstand der Tagung sein. Ein Mitglied des P.E.N. hat bereits vor Wochen den Antrag gestellt Günther Grass als Ehrenpräsidenten abzusetzen. Grund dafür ist das Anfang April veröffentlichte Gedicht von Grass „Was gesagt werden muss“, welches israelkritische Züge trägt und deshalb äußerst umstritten ist.

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