Rudolstadt (K. Förster/pbb) - Anfang Juni fanden in Azerbaidjan die Europameisterschaften der Masters- Gewichtheber statt. In diesem Wettbewerb treten die besten europäischen + 35 Jährigen an die Hantel, um ihre Meister zu ermitteln.
Eine Woche nach dem Eurovision Song Contest landete dann auch der Flieger mit Klaus Förster vom SV 1883 Schwarza an Bord in Baku, um im Taxi die Weiterfahrt nach Lankaran am Kaspischen Meer anzutreten. Begleitet wurde er vom zweiten Thüringer, dem Sonneberger Jürgen Greiner, und für beide sollte es eine Fahrt zu Gold werden. In der Klasse bis 85 kg der AK 5 (55-59 Jahre) waren drei Heber am Start und so war eine Medaille schon fest im Visier. Zudem war Klaus mit 78,8 kg der Leichteste, was sich am Ende auszahlen sollte. Im Reißen begann er gewohnt sicher mit 85 kg und ließ gute 90 kg folgen. Dort stieg sein Mitkonkurrent aus Österreich um Gold ein. Nachdem dieser auch die folgenden 95 kg riss, wollte es der Schwarzaer wissen und schaffte diese Last nach vier Jahren erstmalig wieder, was neuen Landesrekord bedeutete. Die 98 kg waren für den Österreicher zu schwer. So sollte das Stoßen den Sieg bringen. Dieses begann mit einer Überraschung, denn der Ösi verringerte sein Anfangsgewicht von 110 auf 104 kg und musste dreimal an diese Last, wobei er wegen technischer Probleme den zweiten Versuch wiederholen durfte. Klaus begann sicher bei 105 kg und legte 108 im Zweiten nach. Damit war der Kampfgeist seines Konkurrenten gebrochen, denn der verzichtete auf den dritten Versuch, während Klaus mit 110 kg und sechs gültigen Versuchen sowie neuem Rekord im Zweikampf sein Meisterstück zu Ende brachte. Bewegend, nach 20 Jahren EM- Teilnahme erstmalig die Deutsche Hymne zu hören. Sein Freund Jürgen, der ihn betreute und den er auch betreute, hörte diese Hymne nun schon zum zehnten Mal. Da bleiben also noch große Ziele für den Schwarzaer Abteilungsleiter. An den anderen Tagen war der Rudolstädter als Wettkampfsprecher und Kampfrichter tätig.
Noch keine Kommentare vorhanden