Hainich (sj) - Zuerst sei es der Schreiberin dieser Zeilen erlaubt, sich für die Irreführung der geneigten Wanderer zu entschuldigen.
Zu den Kohlebrennern kommt man nicht auf dem Talweg zwischen Hütscheroda und Behringen. Der Talweg befindet sich zwischen Behringen und Reichenbach. Nur die B84 war richtig. Trotzdem fanden einige Interessierte die IG Hainichköhler, die wie immer am zweiten Maiwochende mit dem Aufbau eines Meilers aus mächtigen Buchenkloben beginnen. Wenn er aufgeschichtet ist, wird er mit Fichtenreisig abgedeckt. Das ist nötig, damit die Glut keinen Sauerstoff bekommt und nicht brennen kann. Der Meiler muss von innen heraus glühen, nur so entsteht die Holzkohle. Es ist bereits der 12. Meiler und die Köhler verrichten sie absolut freiwillig und bedanken sich bei der BEAG für den Holzspalter - die schwere Maschine, die die Buchenstämme zu Kloben verarbeitet - bei der Feuerwehr, die die Köhler acht bis zehn Tage mitten im Wald mit dem nötigen Wasser versorgt. Dank geht auch an die Gemeinde Behringen für die Nutzung des Platzes und an an die FBG Hütscheroda für die Holzlieferung von zehn Festmetern. Dieses Wochenende sind die Köhler noch im im Steinbruch am Rabenhög bei der Arbeit. Und wenn sie den Talweg zwischen Behringen und Reichenbach finden, können Sie bei einer historischen Arbeit Zeuge sein. Neues gibt 's auch: Der „Feuerteufel" Josch hat vergangenes Jahr in Litauen einen Meiler aufgebaut und einen sehr jungen Mann haben die Köhler für ihre Arbeit gewonnen - den 13-jährigen Benjamin Kleinhans.
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