Diemelschau des Diemelwasserverbands

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Die Teilnehmer der Diemelschau des Diemelwasserverbands.

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Nachdem die letzten geplanten Diemel-Begehungen pandemiebedingt in 2020 als auch im Frühjahr 2021 ausfallen mussten, fand nun wieder eine Verbands- bzw. Diemelschau des Diemelwasserverbands Warburg statt.
Beginnend bei dem neuen Flussbegegnungspunkt in der Warburger Altstadt ging es zunächst bis zu dem Bereich der Diemelmühle.
Dort wurde der aktuelle Sachstand zu dem Projekt „Renaturierung eines Diemel-Altarm“, welches auf der Landesgrenze NRW/Hessen liegt, von der Geschäftsführerin des „Hessischen Wasserverbands Diemel“, Nicole Lipphardt vorgestellt. Hier soll ein Stück des Altarms der Diemel wieder mit in den Gewässerlauf eingebunden werden. Durch die Grundstückslage an dem bestehenden Rad- und Wanderweg ist dieses Gebiet zudem sehr gut für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im Anschluss daran wurde der Flussverlauf vorbei an dem Viadukt bis zur Fischerhütte Haueda kontrolliert. Zum Nachmittag wurde der Abschnitt von der Diemelbrücke in Diemelstadt-Wrexen flussabwärts begangen. Im Abschnitt der Radfahrbrücke des Diemelradwegs diskutierten die Teilnehmer dann über das Bodengutachten zur geplanten Maßnahme „Äschen-Habitat unter Berücksichtigung der morphologischen und allgemeinen faunistischen Situation“ im flussabwärtsliegenden Bereich auf hessischer Seite. Danach ging der Diemelbegang vorbei an dem Wehr im Bereich des Sportplatzgeländes in Scherfede und endete an der Fischaufstiegsanlage der Fa. Lödige.

An der Diemelschau sind neben den Teilnehmern der Fach- und Aufsichtsbehörden wie der Bezirksregierung Detmold, dem Regierungspräsidium Kassel und des Kreises Höxter auch die Eigentümer und Anlieger der Diemel sowie den zur Benutzung der Diemel Berechtigten und die Fischereiberechtigten, wie z.B. der Angelsportvereine, eingeladen. Von dieser Möglichkeit wurde auch in diesem Jahr wieder Gebrauch gemacht. Der Verbandsvorsteher des Diemelwasserverbandes, Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf, hob die Bedeutung der Verbandsarbeit bei den Treffen hervor. „Wir haben hier die Möglichkeit, landesübergreifend uns auszutauschen und die Bedeutung der Diemel, für Natur, Gewässer- und Hochwasserschutz mit Maßnahmen zu begleiten“, sagte Scherf. Der Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder als stellvertretender Verbandsvorsitzender ergänzte, dass die Vor-Ort-Besichtigungen mit betroffenen Anliegern und Behörden Fragestellungen oftmals schnell und unkompliziert lösen. Das sei ein besonderer Wert der Diemelschau.

Bei dieser turnusmäßigen Begehung wurde überprüft, ob an der Diemel und ihren Deichen die Bestimmungen der Wassergesetze ordnungsgemäß eingehalten und die erforderlichen Unterhaltsarbeiten vorgenommen werden. Auch wird überprüft, ob Fehleinleitung erfolgen. Die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers erstreckt sich sowohl auf das Gewässerbett als auch auf seine Ufer. Zur Unterhaltung gehören auch die Freihaltung, Reinigung und Räumung des Gewässerbettes und der Ufer von Unrat, soweit es dem Umfang nach geboten ist.
Nennenswerte Beeinträchtigungen wurden dabei nicht festgestellt. Bei bestem Herbstwetter wurden die rund 15 km langen Streckenabschnitte abgegangen und besichtigt.

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