Ichtershausen feierte trotz Dauerregens

Verregnetes Fest ums Nadelwerk

Ichtershausen (ke) - Der Wettergott  stand am vergangenen Wochenende nicht auf der Seite der Organisatoren der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum des Nadelwerkes. Aber weder der Kulturverein Ichtershausen, in dessen Händen die Organisation und das finanzielle Risiko lagen, noch die Gäste auf dem Nadelwerkgelände ließen sich vom Dauerregen unterbekommen.

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Die Fanfarenzüge aus Ichtershausen und Ilmenau bewiesen Durchhaltevermögen.

© Foto: Kerstin Engelmann

„Bei schönem Wetter kann schließlich jeder feiern", brachte es Heiko Zitzmann vom Kulturverein mit Galgenhumor auf den Punkt und motivierte das Publikum zum Durchhalten.

Während am Samstagabend zumindest noch rund 600 Gäste zu Livemusik, Lasershow und Feuerwerk dem Regen trotzen, wirkte sich der Niederschlag am Sonntag noch deutlicher auf die Besucherzahlen aus. Auch wenn Zelte und Unterstellmöglichkeiten für Schutz von oben sorgten und die Kameraden der Feuerwehr ihr möglichstes taten, um die größten Pfützen immer wieder zu beseitigen - der Regen gewann zunehmend die Oberhand. Auf den Cabriokorso mit den rund 20 aus ganz Thüringen angereisten Hoheiten musste gar ganz verzichtet werden. Überhaupt zierten sich die Damen sehr und zeigten sich extrem regenscheu. Ganz im Gegensatz zu den Fanfarenzügen aus Ichtershausen und Ilmenau. Beide schonten weder sich noch ihre Instrumente und spielten selbst im Dauerregen und auch ohne schützendes Dach immer wieder auf.

Auch der Maibaum fand dank der Feuerwehr noch seinen Platz vor der Stadtverwaltung und wurde an seinem Standort durch Salutschüsse der Schützen begrüßt.

Am verbliebenen letzten Produktionsstandort des Nadelwerkes unweit des Festgeländes konnte Anett Ginter, Geschäftsführerin der TNI Chirurgisches Nadelwerk GmbH Ichtershausen, nicht über mangelnde Besucherzahlen klagen. Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter, aber auch Gäste, denen die Ichtershäuser Nadelproduktion ein Begriff ist, kamen, um einen Blick in die Produktion zu erhaschen oder beispielsweise Silvana Lustig in der Endkontrolle über die Schulter zu schauen. So bildete sich rasch eine lange Schlange, denn schließlich war es hier warm und trocken.

„Es wird Zeit, dass wir einen großen Saal bauen. Dann sind wir unabhängig vom Wetter“, kommentierte Bürgermeister Uwe Möller die Regenschlacht. Dies kommt für die Organisatoren des Jubiläumsfestes allerdings zu spät. Die Anstrengung der beiden Tage mit zahlreichen wetterbedingten Improvisationen war ihnen am Sonntagnachmittag deutlich anzumerken. Und auch die Enttäuschung nach monatelanger Vorbereitung stand ihnen in die Gesichter geschrieben.

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