Hilfsprojekt "Kinderheime der Region Kursk"

Verabschiedung zum elften Jugendworkcamp in Kursk

Hildburghausen (wotan) - Am 15. Mai 2012 fand im Landratsamt Hildburghausen die offizielle Verabschiedung von 15 Jugendlichen und fünf Betreuern statt, die vom 30. Mai bis 28. Juni 2012 in Kursk Modernisierungsarbeiten an der dritten Internatsschule weiterführen werden.

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Einweisung in die Aufgabenstellung

© Foto: wotan

Auf Einladung vom Landrat Thomas Müller trafen sich die Jugendlichen und Betreuer, welche zum elften Jugendworkcamp nach Kursk fahren, mit dem Landrat und den Leitern des Hildburghäuser Bildungszentrums, des Südthüringer Bildungszentrums Holz e. V. Kloster Veßra, der Stiftung Rehabilitationszentrum Thüringer Wald Schleusingen und des Bildungsträgers Meiningen e. V.
Thomas Müller eröffnete die Einstimmungsrunde.                                                                       Im Gegenzug zu dieser Aktion werden 20 Kinder und acht Studenten aus der Region Kursk nach Deutschland kommen. Die Kosten des Projektes werden mit Spenden finanziert, denn allein der Bustransfer koste etwa 12.000 Euro. Die Studenten werden in Berlin abgeholt und kommen in den Landkreis Hildburghausen. Die Kinder aus Kursk fahren zunächst nach Würselen bei Aachen und verbringen fünf Tage in der Hildburghäuser Partnerstadt, von wo sie am 8. Juni 2012 nach Schirnrod reisen.
Die Abfahrt zum Jugendworkcamp in Kursk erfolgt am 30. Mai 2012, um 10.00 Uhr, am Hildburghäuser Bildungszentrum. Die Fahrtroute verläuft in diesem Jahr über Weißrussland. In der Internatsschule Kursk werden Trockenbauarbeiten in der Aula anstehen. Bei den zurückliegenden zehn Einsätzen fand sich stets eine hochmotivierte Mannschaft zusammen, die sich die Anerkennung der russischen Partner erworben hätte. Kleinere Arbeitsunfälle blieben dabei nur selten aus, weshalb es nützlich ist, dass Frau Margot Nonn als Krankenschwester am Einsatz teilnehme. Sie habe wie ihr Ehemann Urlaub genommen, um mit nach Kursk zu fahren. Der Tagesablauf in Kursk verlangt den Jugendlichen viel ab. Es gibt keine private Rückzugsmöglichkeit, gearbeitet wird teilweise auch an den Wochenenden oder so lange, wie es der Bauablauf erfordert. Sehr wichtig ist dabei die gegenseitige Hilfe, das „Mannschaftsspiel“, auch mit den russischen Jugendlichen, welche mitunter fachlich nicht ganz so fit sind. Drei bis fünf Dolmetscher sind in die Brigaden integriert. Es besteht die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, andere Lebensweisen kennenzulernen.
Völkerfreundschaft entsteht am besten zwischen den Jugendlichen im Alltag. Der Landrat betonte, er kenne keinen Teilnehmer, der nicht noch einmal nach Kursk fahren wollte. Nach seiner Information wäre dieses Projekt deutschlandweit einzigartig. Neben der Arbeit sei auch Zeit für Erholung und Spaß. Für offizielle Anlässe wäre es zweckmäßig, entsprechende Bekleidung mitzunehmen, es müsse aber kein dunkler Anzug sein. Auch kleinere Geschenke für die russischen Partner kämen gut an. Die russischen Jugendlichen der letzten Camps würden sich schon auf das diesjährige Zusammentreffen freuen. Etwa fünf Jugendliche waren schon in den letzten Jahren dabei, unter ihnen Jens Schwiernig und Max Palm. Sie freuen sich schon auf das Treffen mit den alten Bekannten in Kursk.
Ein Beteuer gab noch verschiedene praktische Hinweise, wie Wechselsachen für die Busfahrt im Handgepäck mitzuführen, Mückenspray nicht zu vergessen oder Decke und Kissen mit in den Bus zu nehmen. Telefonieren mit Handy über mehrere Länder ist sehr teuer, trotz alledem besteht zu bestimmten Zeiten die Möglichkeit, über Festnetz zu Hause anzurufen. Etwa 250 Euro seien für die vier Wochen ausreichend. Im Bus sind für die Fahrt ausreichend Verpflegung und Getränke vorhanden.
Der Bauernverband spendete ein geschlachtetes Schwein, das zu Fleischkonserven verarbeitet wurde, die Henneberg-Klinik stellt einen Sanitätskoffer.
Thomas Müller informierte, die Pässe der Teilnehmer lägen noch im Landratsamt zwecks Visaeintragung und werden am Abreisetag ausgegeben. An die Trägereinrichtungen werden Zollerklärungen ausgegeben, in welche die mitgeführten Werkzeuge einzutragen sind. Die notwendigen Versicherungen sind abgeschlossen. Der Vorstand mit Landrat Thomas Müller wird voraussichtlich am 23. Juni 2012 ebenfalls nach Kursk kommen und sich „vor Ort“ vom Erfolg des Jugendworkcamps überzeugen.
Abschließend wünscht der Landrat den Jugendlichen viel Spaß und gab der Überzeugung Ausdruck, dass auch der elfte Einsatz in Kursk ein voller Erfolg werde und die deutsch-russische Freundschaft weiter vertiefe.

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