Ergebnisse der Konjunkturumfrage für Suhl

Aufwärtstrend setzt sich fort

Suhl (IHK/sg) - Die Geschäftslage der Suhler Wirtschaft hat sich in den letzten Monaten weiter verbessert. Der Jahresausblick ist positiv. Die Unternehmen erwarten jedoch eine Schärfung des Standortprofils durch die städtischen Entscheidungsträger. Dies sind die Hauptergebnisse der Konjunkturumfrage, die die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) unter ihren Suhler Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat.

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Ergebnisse der Konjunkturumfrage für Suhl

© Foto: sg

Die Stimmung in den Suhler Unternehmen ist derzeit besser als in allen anderen Regionen Südthüringens. 43 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut, weitere 52 Prozent sind zufrieden. Besonders gut fällt die Lagebeurteilung in der Industrie aus. Hier sind derzeit nahezu alle Unternehmen mit den Geschäften zufrieden. Auch die Daten aus dem Gastgewerbe und der Dienstleistungswirtschaft drücken große Zufriedenheit aus. Im Handel hat sich die Lage etwas eingetrübt. 27 Prozent der Unternehmen werten sie als gut, weitere 64 Prozent als befriedigend.

Aufgrund der guten Geschäftslage erzielen derzeit 57 Prozent der Suhler Unternehmen Gewinne. Auch dieser Anteil ist besser als in allen anderen Südthüringer Regionen. Momentan schreiben insgesamt 85 Prozent der Unternehmen schwarze Zahlen. Hierfür verantwortlich sind ein verhältnismäßig großer bzw. ausreichender Auftragsbestand für 89 Prozent der Unternehmen und eine seit Beginn des Jahres leicht verbesserte Umsatzlage für 72 Prozent.

„Die Geschäftslage der Suhler Wirtschaft ist hervorragend. Stärker als in den anderen Südthüringer Regionen betonen die hiesigen Unternehmen jedoch Risiken, die sich aus den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ergeben. Sie befürchten negative Folgen für die Binnennachfrage. Das ist ein klares Signal an die Stadtverwaltung. Es steht mit dem Suhler Image nicht zum Besten. Wir benötigen daher eine engagierte, von Visionen getragene Wirtschafts- und Standortförderung“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Die Hälfte der Suhler Unternehmen bewerten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen am Standort Suhl als Konjunkturrisiko. Der Südthüringer Durchschnitt liegt bei lediglich 38 Prozent. 44 Prozent der Suhler Unternehmen befürchten Risiken aus der Entwicklung der Binnennachfrage. Der Südthüringer Durchschnitt liegt bei 42 Prozent.

Für die kommenden Monate erwarten 18 Prozent der Unternehmen bessere Geschäfte, weitere 61 Prozent rechnen mit keiner weiteren Änderung. Der Konjunkturklimaindikator, der die Lage- und Erwartungseinschätzungen auf einem Wert zusammenfasst, verbessert sich vor diesem Hintergrund um 16 Punkte auf 115,2 Punkte auf der 200-Punkte-Skala. Der deutliche Anstieg des Indikators signalisiert, dass es in den kommenden Monaten zu weiterem Wirtschaftswachstum in Suhl kommen wird.

Aufgrund des Wachstums benötigen die Suhler Unternehmen mehr Mitarbeiter. Die IHK Südthüringen erwartet einen weiteren Zuwachs an Stellen. Das Wachstum könnte jedoch bei höherer Standortattraktivität deutlich stärker ausfallen. So planen lediglich 7 Prozent der Unternehmen Betriebserweiterungen (IHK-Durchschnitt: 17 Prozent). Dafür stärken die Unternehmen jedoch ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung. In 18 Prozent der Unternehmen sind Investitionen in diesem Segment geplant. Dieses Engagement sichert den hiesigen Standort und sollte seitens Stadtpolitik und Verwaltung flankiert werden.

Zur Information:
Zur IHK Südthüringen mit 27.000 Mitgliedsunternehmen gehören auch 3.000 Suhler Unternehmen. Den branchenmäßig größten Anteil stellen die 1.200 Dienstleister mit 8.600 Beschäftigten, gefolgt von 880 Handelsunternehmen mit 2.500 Beschäftigten. Zur Industrie gehören in Suhl 160 Unternehmen mit 2.600 Beschäftigten.

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